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Montag, 29. Juni 2015

Live is Live: Schwimmstart Erste Triathlon Bundesliga 2015 in Düsseldorf

... a little bit of Gänsehaut: 




Julia Nikolopoulos did it again: Swissman 2015 - Wellnessbehandlung inklusive

2 Uhr morgens klingelte der Wecker am Samstag Morgen. Wie immer gab es das übliche Prozedere: Espresso machen, Startershake, Brot schmieren, Räder einpacken und zusammen mit Felix und Simone schlichen wir vom Campingplatz. In Ascona am Schwimmbad angekommen war der Checkin schon in vollem Gang und ich richtete mich häuslich ein. Dann wanderten wir zu viert rüber zum Bootsanleger, zogen die Neos an, checkten ein und Felix und ich verabschiedeten uns von unseren Edel-Supportern. Die Spannung war greifbar. Am Steg der Brissago-Inseln angekommen verließen wir das Boot und schwammen zur Startlinie. 
Und dann begann das erste Drama des Tages: das Schwimmen. ich kam gut vom Start weg und schwamm meinen Stiefel. Aber das Wasser war kabbelig und es gab auch eine Strömung und mein Eindruck, dass ich nicht vorwärts käme, täuschte nicht. Nach 1:24 stieg ich aus dem Wasser. Mehr muss ich dazu nicht schreiben. Auf dem Weg zum Rad stolperte und fiel ich noch hin und stieß mir dabei am rechten Fuß einen Zeh. Aber ich machte mir keine weiteren Gedanken darüber. 
Am Rad dauerte das Anziehen einen Moment länger - angesichts der Wettervorhersage mit Schnee, Regen, Wind und Temperaturen um den Nullpunkt wollte ich vorbereitet sein mit Trikot, Armlingen, Knielingen und Weste. Aber bis Airolo blieb die Strecke komplett trocken, auch wenn ab Kilometer 50 der Gegenwind immer mehr wurde. Und im Passanstieg fing es an zu regnen, wie vorhergesagt. Je weiter wir nach oben kamen, umso kälter wurde es (was eine Überraschung). Und oben auf dem Gotthard regnete und windete es...Alex stand schon bereit, lotste mich zum Camper, an dem ich mir Regenhose, Regenjacke, Mütze und Handschuhe anzog, er gab mir noch eine Flasche mit warmen Iso und ich "freute" mich auf die Abfahrt. Und dann kam noch Eisregen dazu und peelte mir die ersten Schicht an Hautschüppchen aus dem Gesicht. In Hospental angekommen nahm ich am Kreisvekehr die zweite Ausfahrt und rollte mit Rückenwind nach Realp, wo der Furkapass wartete. Dort begann mein zweites Drama des Tages.
Aber zunächst rollte ich die ersten Kilometer halb im Regen, halb im trocknen den Furkapass rauf. Ab Kilometer 6 oder 7 verschwand dann das Umfeld in dichtem Nebel. Zum Glück gab es die Kilometermarkierungen auf der Straße, denn man konnte die Passhöhe nicht erahnen. Und ich dachte darüber nach, dass das alles gerade so gar keinen Spaß machte. Autos kamen Geistern gleich aus dem Nebel und verschwanden wieder. Und ich war für jede Kilometermarkierung dankbar. Endlich war ich oben, Alex reichte mir wieder was zu essen, Simone stand auch dort und feuerte mich an und dann ging es mit Gegenwind und Peeling-Eisregen für die Entfernung der zweiten Schicht an Hautschüppchen Richtung Gletsch. Es war kalt, ich mochte nicht mehr und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich noch einen Marathon laufen sollte. Nun ja, in Gletsch ging es dann wieder rauf. Die letzte Passhöhe des Tages. In der einen Kurve wird schon seit Jahren gebaut und gefühlt kommt man dort nicht weiter. An der Ampel sammelten sich dann wieder meine Mitfahrer, grün, es ging weiter. In der folgenden Kurve stand Alex und ich stieg ab! Sagte, ich wollte nicht mehr und heulte rum. Der Wissende erkennt natürlich den Hungerast, ich sah ihn nicht. Alex tat dann das einzig richtige: erst nahm er mich in den Arm, sagte, dass alles ok sei, dann füllte er mir Cola in eine Trinkflasche und anschließend gab‘s den Tritt in den Hintern, die Flasche bis zu Passhöhe ausgetrunken zu haben. Hatte ich eine Wahl? Nein. Also, machen, was der Mann sagte. Cola ist ein Zaubergetränk, ich sag es euch. Auf der Passhöhe schien zumindest in meinem Gemüt schon wieder die Sonne, die Frage, ob ich noch einen Marathon laufen wollte, stellte sich schon längst nicht mehr und ich schob mir kontinuierlich Essen rein. Dann ging es das letzte Mal durch Eisregen (für die allerletzten Hautschüppchen), der sich im Laufe der Abfahrt in Regen verwandelte, und Gegenwind in die letzte Abfahrt. Die Durchfahrten der Tunnel sind nach wie vor ein ganz persönliches Highlight! Alex steht an der letzten Steigung beim Radfahren, drückt mir nochmal Gel in die Hand und rast vor Richtung Wechselzone. Ich kaue, schlucke und fahre die letzten 30 Kilometer. Es ist schon fast trocken, aber als ich in die Wechselzone komme, fängt es wieder an zu tropfen.
 Erst einmal: Dixie! Danach geht’s mir besser. Da für die Laufstrecke Regen und später wieder kalt angesagt ist, ziehe ich die Weste vom Rad fahren wieder an und lasse die Mütze auch gleich auf. Alex schickt mich los und ich laufe Richtung Giesbachfälle (die nachts beleuchtet sind) los. Da ich weiß, dass dort noch eine offizielle Verpflegungsstation ist, drücke ich mir zwei Gels rein und lasse meinen Müll direkt dort bei den Jungs. Ich laufe weiter durch den Wald, Alex kommt mit dem Rad und dem Rucksack, mit allem bepackt für den Rest des Tages. Zum Glück bleibt es trocken. Ich schlappe die bekannte Strecke, durch die kleinen Dörfer und es wird sogar so warm, dass ich mich über die Brunnen freue, in die ich meine Hände zum Erfrischen halten kann. Ab dem Halbmarathon sehen wir auch wieder mehr Läufer vor uns, die wir anfeuern und dann hinter uns lassen. Aber mein rechtes Knie zeigt wieder Überlastungserscheinungen, die ich dieses Mal ignoriere und mein Zeh, den ich mir beim Schwimmausstieg stieß meldet sich auch immer mal wieder. Aber egal. Kurz vor Grindelwald fährt Alex vor, um die Rucksäcke checken zu lassen. Ich komme an den Checkpoint, Alex wartet schon und dann geht es wieder einmal den senkrechten Wanderweg rauf. Noch immer ist es trocken und die letzten 10km wollen gelaufen werden. Auf den Abschnitten, an denen es nur „halb senkrecht“ rauf geht, laufen wir. Da kommt Alpiglen. Ich greife dankbar nach den angebotenen Salzstangen und wir traben weiter. Noch 4 Kilometer. Knapp hinter uns ist ein französischer Athlet mit seinem Supporter. Letzterer redet die die ganze Zeit und ich schaue, dass wir davon kommen. Was aber nicht so richtig klappen will. Also, hören wir weiter auf Französisch die Peitsche schwingen. Dann endlich der letzte Hügel auf der Kleinen Scheidegg und wir laufen durch das Banner-Spalier. Wie immer steht Beat von der Orga dort und nimmt mich in die Arme und muss mich dieses Mal auch festhalten. Ich habe keine Kraft mehr zu stehen in den Beinen.
Dann geht wie immer alles ganz schnell: Alex holt den schon vorab hochtransportierten Rucksack mit unseren Wechselklamotten und wir ziehen uns im beheizten Sanitäterzelt um. Es gibt noch ein schönes Zielphoto mit uns beiden und Alex treibt mich, dass wir die nächste Bahn nach Grindelwald erreichen. Wir schaffen es! Unten angekommen schnappt er sich das Rad und fährt die Laufstrecke zurück, um den Camper zu holen. Ich wandere in der Zwischenzeit zum Campingplatz und organisiere uns und Felix und Simone einen Stellplatz für die Nacht. Im Restaurant warte ich auf Alex, treffe den Zweitplatzierten, quatsche mit ihm, und schlafe dann einfach ein.
Gegen halb 12 ist Alex wieder zurück, wir räumen den Bus aus und ich geh endlich duschen. Und sehe meinen Zeh: innerlich blutigrot und er tut auch richtig weh. Hmm, vermutlich war es nicht so gut, damit noch einen Marathon gelaufen zu sein. Gegen 1 Uhr sind wir dann endlich im Bett, der längste Tage des Jahres ist nach 23 Stunden vorbei.

Sonntag, 28. Juni 2015

BREAKING NEWS: Die Ederseee-Boys halten das Team im Aufstiegskampf in aussichtsreicher Position

Orber Triathleten erkämpfen am Edersee 7. Rang - Team hält nach 2 Rennen Aufstiegsplatz!!!

Am Samstag stand für die zweite Mannschaft der Orber Triathleten der zweite Ligawettkampf in der 3. HTL an, dieses Mal im schönen Waldeck am Edersee. Leider sahen die Wetteraussichten im Vorfeld nicht so gut aus, aber davon ließen sich Eric Rainer, Peter Amend, Bernd Paczakowski und Marco Weisbecker nicht  beirren. Leider mussten die Orber auf einige Leistungsträger verzichten, die an diesem Wochenende verletzungsbedingt oder aus anderen Gründen nicht starten konnten.
Die Edersee-Boys: Bernd, Eric, Peter, Marco
Mit Waldeck stand einer der anspruchsvollsten Wettkämpfe auf der olympischen Distanz in Hessen auf dem Programm, sowohl das Schwimmen im welligen Edersee, als auch die hügelige Radstrecke und der abschließende Laufpart mit über 100 Höhenmetern verlangten den Teilnehmern alles ab.
In der Auftaktdisziplin dem Schwimmen, die nicht zu der Stärke der Orber zählt, konnten sich alle im Mittelfeld platzieren. Beim Radfahren konnten dann Marco und Eric ihre Radstärke ausspielen und deutlich Plätze gut machen, Marco stieg sogar unter den Ersten 10 vom Rad und auch Bernd und Peter konnten ihre Ausgangsposition für den abschließenden Lauf verbessern. Marco musste beim Lauf leider wieder ein paar Plätze abgeben und finishte auf Gesamtrang 13. Mit der 10. schnellsten Laufzeit verbesserte sich Eric auf einen starken 22ten Gesamtrang, bei seinem Ligadebüt. Bernd (35.) und Peter (38.) sicherten mit ihren Platzierungen einen guten 7. Rang der Mannschaft im Gesamtklassement. In der Tabelle rangieren die Orber Buben damit auf dem dritten Platz nach zwei Rennen und dürften sich die weiterhin Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Der nächste Ligawettkampf steht in drei Wochen In Griessheim an, dann hoffentlich wieder in gewohnter Stärke.

BREAKING NEWS: Trotz schlechter Vorzeichen - Orber Bundesligadamen machen Fortschritte


 Drittes Saisonrennen T3-Triathlon Düsseldorf: Ein strahlendes Schlusslicht kommt langsam in die Gänge
Vorstartspannung 1. Triathon Bundesliga: "On your Marks!"
„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Es ist uns gelungen, in einem Topstarterfeld unsere geplanten Fortschritte zu machen. Wir bleiben Letzter in der Tabelle, aber kommen voran. Das macht uns stolz“, resümiert der sportliche Leiter Jürgen Metzler das Bundesligarennen der Bad Orber Triathletinnen beim T3-Triathlon in Düsseldorf. Das Bundesligarennen, in das die Deutsche Meisterschaft der Profisportler eingebettet war, hatte mit der kompletten Deutschen Nationalmannschaft um Anne Haug und Rebecca Robisch etliche Starterinnen, die nicht nur um eine Topplatzierung mit der Mannschaft, sondern auch um den Deutschen Meistertitel im Sprint kämpften. 
Großstadtflair Deluxe: T3@Düsseldorf
Mit Julia Ertmer hatten die Profisportler eine Konkurrentin aus Bad Orb in ihren Reihen, die den Elitesportlern vorgemacht hatte, wie man bei den Deutschen Meisterschaften ganz vorne landet. Ertmer reiste als Vizemeisterin „Sprint“ und Deutsche Meisterin „Olympische Distanz“ an den Rhein, deutsche „Amateurmeisterin“ wohlgemerkt. Genau an diesem Punkt erkennt man das sportliche Niveau und den Unterschied, mit dem sich die Orber Triathletinnen in dieser Saison auseinandersetzen. Es ist eine leidenschaftliche Truppe ambitionierter Amateursportlerinnen, die durch ihre Erfolge unter den ganz Großen ihrer „Zunft“ antritt. Die Topstarter der ersten Triathlon Bundesliga schielen allesamt Richtung Olympische Spiele 2016 in Rio. Der TV Bad Orb dagegen kann mit seinem Bundesliga-Etat gerademal das Jahr 2015 überblicken. Die Kurstädterinnen sind dementsprechend froh, einfach nur „dabei zu sein“. Dies ist ihr ganz persönlicher olympischer Gedanke und jedes Bundesligarennen ein kleines „Rio“. Deswegen war es zwar schade, aber kein Beinbruch, dass das Team Spessartchallenge TV Bad Orb vom Verletzungspech geplagt in Düsseldorf an den Start gehen musste. Mit Julia Ertmer, Nina Vabic, Elisabeth Hilfenhaus und Nicole Swoboda-Töpfer stellte sich das Team sozusagen von selbst auf. Hilfenhaus wechselte für das Rennen auf ein neues Fahrrad mit anderer Schaltung, um ihrer noch nicht ganz verheilten Wunde von einem Brotmesserunfall mehr Schonung zu ermöglichen. Swoboda-Töpfer stellte zwar ihr Wettkampfrad ordnungsgemäß in die Wechselzone. Dieses blieb jedoch „geplant“ unbenutzt. Ihr Ermüdungsbruch, der Radfahren und Laufen unmöglich macht die nächste Zeit, verhinderte, dass sie das Rennen fortsetzen konnte nach dem Schwimmen. Ihre einzige Aufgabe war es, einer Teamkollegin „Wasserschatten“ zu spenden. 
Und ab dafür...
Von vorneherein war also klar, dass die Last des Durchkommens auf Ertmer, Vabic und Hilfenhaus ruhte. Wäre eine weitere Athletin ausgefallen während des Rennens, hätte das Team nicht gewertet werden können. 
„Wir hatten rein gar nichts zu verlieren. Schon am Vorabend des Rennens war in Düsseldorf an der Stimmung unserer Athletinnen zu spüren, dass die Aufregung der ersten beiden Rennen positiver Energie gewichen war. Mit unbändigem Willen kämpften alle im Wasser, um ihre Ziele zu erreichen“, so Betreuer Adi Kohr zur Auftaktdisziplin. Elisabeth Hilfenhaus und Nicole Swoboda-Töpfer konnten sich im Mittelfeld festsetzen. Ertmer hielt lange Kontakt zur hintersten Schwimmgruppe und musste erst spät etwas abreißen lassen. Vabic distanzierte eine Konkurrentin von Neukölln beim Schwimmen, so dass die Orberinnen dieses Mal nicht das Schlusslicht bildeten. Swoboda-Töpfer hatte nach dem Schwimmen ihren Dienst fürs Team erledigt. Die Mittelfeldposition von ihr und Hilfenhaus lässt auf das Ligafinale in Tübingen hoffen, bei dem beide wieder voll gesundet in allen drei Disziplinen angreifen wollen. 

Der fast 500m lange Weg durch den Düsseldorfer Medienhafen zur Wechselzone kam den Damen vom TV Bad Orb ebenfalls entgegen. Ertmer gelang es, die Gruppe um Hilfenhaus zu ergattern. Von da an fuhren sie in einer 5-köpfigen Verfolgergruppe. Vabic schloss einen Pakt mit einer Athletin vom TUS Neukölln, so dass alle Orber in „Teamzeitfahrmanier“ unterwegs waren.  
Julia E führt die Gruppe an, Elli schuftet hinter ihr!
Nach den flotten 20 Kilometern auf dem Rad, konnten vor allem Ertmer und Vabic zeigen, dass sie sich in den Laufschuhen am wohlsten fühlen. Mit starken Läufen ließen sie dieses Mal einige der Konkurrentinnen hinter sich. Hilfenhaus biss sich durch, verlor aber auf den 5km an Boden.
Elli beißt auf der Laufstrecke

Im Ziel war die Mannschaft happy, obwohl in der Addition der Platzierungen erneut Platz 14 von ebenso vielen Bundesligateams heraussprang.  
„Hier fand heute Entwicklung statt. Wir kommen näher. Es braucht eben seine Zeit, um auf diesem Niveau Fuß zu fassen. Jetzt haben die Mädels einen Monat Zeit, sich zu erholen und die Verletzungen auszukurieren. Beim Finale in Tübingen wollen wir nochmal einen draufsetzen und zeigen, dass unser kleines Städtchen nochmal ein Ausrufezeichen setzen kann“, wagt Kohr den Blick in die Zukunft. 
Check: Julias Schwesterherz der Schmerzen aus Erlangen
Schwestern im Leid... Nina und ihre Zeitfahrpartnerin aus Neukölln!
Die Topathleten kämpften mit brutalem Tempo um den Deutschen Meistertitel. Die Damen von Buschhütten, Witten und Potsdam gaben alles, um ganz vorne mitzumischen. Gewonnen hat das Rennen die Potsdamerin und Juniorenweltmeisterin Laura Lindemann. Eine Athletin, die Deutschland bei den olympischen Spielen in Rio sicherlich vertreten wird. Für die Orber Damen folgt ihr nächstes persönliches „Rio“ am 2. August beim Saisonfinale der Ersten Triathlon Bundesliga. 
Meisterlich mit einem 5km-Lauf in 16:25min: Laura Lindemann!
Das Bild des Tages wurde beim Check-In geschossen. Der Deutscher Serienmeister EJOT Team Buschhütten "meets" Schlusslicht TV Bad Orb: WOW! 
von links nach rechts Hannah Phlipin (U23 WM 2014/Platz 4), Nina Vabic, Rebecca Robisch (Weltcupfinale 2014/Platz 6), Swenja Bazlen (Olympia 2012/Platz 32), Nicole Swoboda-Töpfer, Julia Ertmer, Rachel Klamer (Europameisterin 2013), Elisabeth Hilfenhaus
... Immer wieder wie im Film: "The Orb" in der Bundesliga!!!

Donnerstag, 25. Juni 2015

Vorschau 3. Hessenliga: Edersee is calling!

Am Samstag, 27. Juni, macht die 3. Hessenliga Halt am Edersee, um dort beim zweiten Wertungsrennen beim Waldecker Traditions-Triathlon ihre Platzierungen neu zu sortieren. Nach dem gelungenen Auftakt der Orber mit dem zweiten Rang in Fritzlar beweist die "Zweite Garde", dass auch sie ein Wörtchen mitsprechen kann im Aufstiegskampf.
Doch auch die Orber Herren sind - wie die beiden Damenteams - vom Pech verfolgt. Mehrere Ausfälle lassen die "Buben" zu viert an den Edersee reisen. Jürgen Metzler und Adi Kohr begleiten die Bundesliga-Damen nach Düsseldorf und sind somit zwar fürs Team unterwegs, stehen als Starter jedoch nicht zur Verfügung. Jean-Marc Paczarkowski und Swen Kailng fallen ebenfalls aus.
Somit treten die Orber mit einem Starter weniger an als möglich, aber immer noch gerade so vielen Athleten wie nötig. Mit der Formation Bernd Paczarkowski, Peter Amend, Eric Rainer und Marco Weisbecker wollen die Kurstädter bei der schweren Olympichen Distanz in Nordhessen die aussichtsreiche Position des Teams verteidigen. Die schwere Radstrecke dürfte den Startern jedenfalls liegen. Paczarkowski ist Experte für schwierigstes Terrain, ist er doch mehrfacher Finisher eines der schwersten Ironman-Rennens der Welt auf Lanzarote. Auch den leidenschaftlichen Mountain-Biker Rainer und Weisbecker sind "Höhenmetern" auf dem Rad keinesfalls abgeneigt. Im Grunde spricht also vieles für die Orber! Es wird sich zeigen, was die Konkurrenz der Truppe entgegenzusetzen hat. Das dritte der vier Saisonrennen folgt am 19. Juli in Griesheim, wo der Wettkampf in die Hessenmeisterschaft im Sprint Griesheim bei Darmstadt eingebettet sein wird.

Vorschau Bundesliga: "Vom Verletzungspech geplagt und dennoch motiviert"

 Die Orber Triathletinnen vor ihrem Highlight beim Bundesligarennen in Düsseldorf


Mit einer taktischen Notlösung reist die Bundesligamannschaft des TV Bad Orb an den Rhein, um beim Großstadttriathlon in Düsseldorf beim dritten Saisonrennen anzutreten. Erneut ist die Meldeliste gespickt mit Olympioniken und Weltcupstartern . Mit Rebecca Robisch, Laura Lindemann, Anja Knapp und Sophia Saller tritt nahezu die komplette Nationalmannschaft an, die im Juli beim Weltcuprennen in Hamburg versuchen wird, vor heimischem Publikum zu Wekltcuppunkte zu sammeln und den begeehrten WM-Titel in der Mixed.-Staffel in der Hansestadt zu holen. Außerdem wollen die gestandenen Olympiateilnehmerinnen  Anne Haug und Svenja Bazlen  alles geben, um auch in Düsseldorf das Rennen von vorne zu gestalten. Für den TV Bad Orb war alles angerichtet, um Plätze gutzumachen. Mit Nicole Töpfer und Ellisabeth Hilfenhaus sollten die beiden besten Schwimmer mit neuen Kräften zurück ins Team kommen, um eine der begehrten Radgruppen nach der Auftaktdisziplin zu ergattern. „Dies wäre die ideale Ausgangsituation gewesen, damit die Mädels endlich mal zeigen können, was gehen kann, wenn sie mit anderen Sportlern vom Rad steigen. Aber leider kamen dann die schlechten Nachrichten“, so der Sportliche Leiter Adi Kohr. „Nicole Töpfer erlitt einen Ermüdungsbruch, der Laufen unmöglich macht. Ellisabeth Hilfenhaus schnitt sich tief mit dem Brotmesser in die Finger und musste eine Trainingspause einlegen. Auch Ann-Parthemore hat vom Arzt aufgrund einer Rückenverletzung absolutes Laufverbot erteilt bekommen und Laura-Sophie Usinger laboriert an einer starken Erkältung und fällt aus“, so Kohr weiter. Zwischenzeitlich bangte das Team darum, überhaupt die nötigen drei Starterinnen aufzubringen. Wenigstens Ellisabeth  Hilfenhaus stößt rechtzeitig zum Rennen zum Team zurück und brennt auf ihren Einsatz. Mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen wird Julia Ertmer nach Düsseldorf reisen. Als frisch gebackene deutsche Meisterin wird sie alles daran setzen, ihre gute Schwimmleistung aus der Vorwoche zu bestätigen. Und auch Nina Vabic will ihren Raddefekt, der sie beim letzten Rennen im Kraichgau zur Aufgabe zwang, vergessen machen. Auch sie ist hochmotiviert, in Düsseldorf zu glänzen. Nicole Töpfer wird jedoch am Renntag nicht am Streckenrand anfeuern, sondern als vierte im Bunde antreten und eine besondere Rolle einnehmen. Ihre Verletzung erlaubt der guten Schwimmerin ihre Lieblingsdisziplin auszuüben. So wird sie „Wasserschatten“ spenden und für eine ihrer Teamkolleginnen das Tempo machen, um diese so lange es geht am Hauptfeld zu halten und eine gute Ausgangsposition für die Folgedisziplinen zu schaffen. Ertmer, Vabic, Hilfenhaus und Töpfer werden also alles tun, um die Farben des TV Bad Orb auf höchster nationaler Ebene gut zu vertreten. 
Mit Freude Richtung Düsseldorf

„Jede der Athletinnen wird sich in Düsseldorf ein persönliches Ziel setzen. Wenn diese erreicht werden, hat das Team Erfolg. Wir sind zwar vom Verletzungspech geplagt und dennoch motiviert. Es macht viel Freude zu spüren, wie das Team an seinen Aufgaben wächst. Alle verbessern sich ungemein. Hier wächst etwas zusammen, das sich nicht etwas Verletzungspech aus der Ruhe bringen lässt“, betont der sportliche Leiter Jürgen Metzler den Umgang der Sportlerinnen mit der Notsituation vor dem Rennen in Düsseldorf.