Sonntag, 5. Oktober 2014

Läuferherbst: Ertmer gewinnt Halbmarathon in Rodenbach - Teams top beim Bike & Run - Vabic greift in Essen an

Auch diese Saison ist der Läuferherbst voll im Gange. Julia Ertmer krönte ihre Saison mit einem flotten Halbmarathon in Rodenbach. Souverän gewinnt sie die 21,1km-Strecke in 1:23:58 Stunden. Damit unterstreicht Ertmer ihre läuferische Formverbesserung im Jahr 2014 und pulverisiert ihre bis dahin bestehende Bestzeit um ganze 2 Minuten. Jürgen Metzler, der im vergangenen Jahr auf der selben Strecke persönliche Bestzeit mit 1:23:23 rannte, lief die ersten beiden Runden des Vier-Runden-Kurses an Ertmers Seite. An einem 180 Grad-Wendepunkt wurde er jedoch auf der dritten Runde mit einer Wadenzerrung ausgebremst und humpelte mehr schlecht als recht in 1:28:26 Stunden ins Ziel.


Beim Bike and Run in Kronberg, einem Wettkampf, der im Zweier-Team radelnd und rennend bestritten wird, konnten Joanna Tywczynski und Julia Nikolopoulos die Damenwertung und Alex Nikolopoulos gmeinsam mit Stefan Lang die Herrenwertung für sich entscheiden.


Und einige aus dem Team haben immer noch nicht genug. So versucht Nina Vabic am kommenden Sonntag beim Essen-Marathon ihren zweiten Gesamtrang mindestens zu verteidigen und ihre unfassbare Bestzeit von 2:51 Stunden zu toppen. Toi Toi Toi!!!

Sonntag, 7. September 2014

Unglaublich: Die Mädels gewinnen die Regionalliga - Bundesliga???


Sieg im entscheidenen letzten Rennen

Viele großen Geschichten schreibt der Sport, doch diese ist sicherlich eine besonders erwähnenswerte. Vor drei Jahren trommelten Jürgen Metzler und Adi Kohr einige bekannte Ausdauersportlerinnen zusammen und erzählten ihnen von ihrer Vision, ein Damenteam gründen zu wollen. Danach folgte eine sportliche Glanztat nach der anderen. Mit der Meisterschaft in der Regionalliga beim finalen Ligawettkampf im nordhessischen Borken mündet die „Show“ der Kurstädterinnen nach drei Jahren und dem dritten Aufstieg in Folge nun im Durchmarsch in die 1. Triathlon Bundesliga.  Die Saison 2014 bestritten für das Regionaligateam Julia Ertmer, Julia Nikolopolous, Julia Hündersen,  Julia KarraschJoanna TywczynskiNina Vabic, und Elisabeth Hilfenhaus. Dabei holten sie zwei Tagessiege und zwei Silberränge in der Teamwertung. Julia Ertmer setzte sich dabei besonders in Szene. Sie holte alle 4 Tagessiege in der Einzelwertung,  keine andere Athletin war bei einem Wertungsrennen schneller als sie.
Doch die Meisterschaft war alles andere als sicher vor dem letzten Rennen – dem Teamsprint in Borken. Punktgleich lag das Team aus Bad Orb mit der starken Konkurrenz aus Rheinland-Pfalz, dem Team Stimmel-Sports aus Worms.  Es war klar, wer den Teamsprint gewinnt, wird Meister und sichert sich damit den Aufstieg in die höchste Deutsche Triathlonliga. Und es war ein echter „Aufstiegsfight“. Der finale Wettkampf war an diesem Tag in zwei Wettbewerbe getrennt. Morgens fand ein Swim &  Run  (400m/2,5km) statt, durch den die Zeitabstände für den am Mittag folgenden Teamsprint ermittelt wurden.



Der Teamsprint ist ein im Mannschaftsgefüge zu absolvierender Triathlon über 750m Schwimmen, 22km Radfahren und 5km Laufen, bei dem am Ende drei der vier Starterinnen einer Mannschaft gemeinsam die Ziellinie überschreiten müssen. Bereits am Morgen gelang den Orberinnen die Sensation. Widererwarten setzten sie sich gegenüber den starken Schwimmerinnen aus Worms durch und konnten durch läuferische Topform in Addition 1:26min Zeitabstand zwischen sich und die Konkurrenz setzen. Teambetreuer Metzler und Kopf des Teams Ertmer hatten diese Ausgangslage als „ideal“ beschrieben, um in den – als Jagdstart ausgetragenen – Teamsprint starten zu können. Die mitgesreisten Fans und das Männerteam, das seinen Wettkampf bereits hinter sich hatte, erlebten einen alles entscheidenden Teamwettkampf, bei dem sich Julia ErtmerJulia Nikolopoulos, Nina  Vabic und Elisabeth Hilfenhaus als erstes Team in den See stürzte, gejagt von allen restlichen Mannschaften. Die Zuschauer konnten beobachten, wie die schnellen Schwimmerinnen aus Worms Meter um Meter näher kamen. Nach 600 zurückgelegten Metern kam es dann zum Zusammenschluss.


Aber die Kurstädeterinnen versuchten alles, um nicht überholt zu werden. Gemeinsam stiegen beide Teams aus dem See und durch einen schnellen Wechsel zog das Team Stimmel Sports an den Orberinnen vorbei. Doch was folgte, war der sportlich stärkste Auftritt des TV Bad Orb und der größte Erfolg der Triathlon Abteilung seit ihrem Bestehen.




Nach dem Radfahren begrüßten die Fans die Orberinnen als erste in der zweiten Wechselzone, eine Minute vor den Gegnerinnen. Beim abschließenden 5km-Lauf ließen die Orber Triathletinnen nichts mehr anbrennen, vergrößerten den Abstand sogar auf 2 Minuten und konnten sich beim Zieleinlauf dementsprechend feiern lassen. Überglücklich lagen sich die frisch gebackenen Meisterinnen in den Armen. Welche unglaubliche Geschichte die Damen des TV Bad Orb in diesem Moment mit dem Aufstiegsrecht in die 1. Triathlon Bundesliga geschrieben hatten, fasste in diesem Moment keiner. „Wenn wir es sportlich geschafft haben, gehören wir auch dorthin. Für mich wäre es eine große Ehre, in der 1. Bundesliga mit den nationalen und internationalen Größen unseres Sports wie Anne Haug an der Startlinie zu stehen“, meint Ertmer rückblickend. Fakt ist, ein Aufstieg in die 1. Triathlon Bundesliga ist neben der sportlichen Herausforderung vor allem eine andere Liga im Hinblick auf die Finanzierung einer Saison. Neben sehr hohen Meldegeldern, stehen Rennen in ganz Deutschland an, zu denen sich nicht mal eben am Wettkampfmorgen anreisen lässt. Im Vergleich zu den Rennen auf Regional- und Hessenebene, wird in den Bundesligarennen wie bei Olympia und im Weltcup, beim Radfahren mit Windschattenfreigabe - also mit speziellen aerodynamischen Rennrädern - gefahren. Dieses bundesligataugliche Wettkampfmaterial fehlt den Orberinnen ebenfalls im Moment noch. Im Hintergrund setzt die sportliche Leitung alles daran, die Damen zu ihrem Recht, nämlich der sportlichen Teilnahme an der Bundesligasaison 2015 zu verhelfen. Allein, ohne heimische Sponsoren wird dies wohl purer Wunsch bleiben. Dass es die Orber „Mädels“ sportlich drauf haben, steht wohl außer Frage. Bleibt zu hoffen, dass es nicht am Geld scheitert.







Mittwoch, 3. September 2014

Passionierte Bad Orber Triathleten kämpfen erfolgreich gegen Gewitter und Regen bei der Challenge Walchsee


Julia Ertmer (Gesamt 12.) & Florian Brosch (Gesamt 15.) mit starken Ergebnissen in stark besetztem Profifeld



Bereits zum fünften Mal wird am schönen Walchsee im Kaiserwinkl die Challenge Walchsee (1,9km Schwimmen, 90km Radfahren, 21,1km Laufen) ausgetragen. Auch in diesem Jahr ließen es sich die Ahtleten vom Team Spessartchallenge Julia Ertmer, Aldona Lyschik, Florian Brosch und Jürgen Metzler des TV Bad Orb die Herausforderung nicht entgehen und landeten einmal mehr ganz weit vorne im Gesamtklassement und mitten unter den Profiathleten.

Ein Teil des Teams reiste schon am Donnerstag an und konnte bei Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen die landschaftlich reizvolle Lauf-, Rad- und Schwimmstrecke des Wettkampfs „sportelnd“ besichtigen. Dank der großzügigen Bereitstellung eines Athletenzimmers inklusive Halbpension seitens des Seehotels Brunners, das sich direkt an der Wettkampfstrecke befindet, konnten die Athleten nach ihrer Ankunft sofort mit dem Training beginnen.
Der erste Wettkampf stand dann am Freitagabend für Lyschik an, die nach mehrfachem Verletzungspech erst diese Saison wieder in ein geregeltes Training einsteigen konnte. Schon auf der 400m langen Schwimmstrecke konnte sich Lyschik in der vorderen Hälfte ihrer Altersklasse platzieren und wechselte somit in guter Position aufs Rad. Dort wartete ein 14km langes und hügeliges Teilstück auf die Athleten, bevor auf die abschließende 4km Laufstrecke gewechselt wurde. Trotz etwas Trainingsrückstand, dafür aber mit enormen Biss, konnte Lyschik den Wettbewerb als 7. in ihrer Altersklasse beenden.
Leider hielt schon bei Lyschiks Wettkampf das spätsommerliche Wetter nicht mehr an und erste Regenschauer folgten. Auch am Vorwettkampftag mussten Ertmer, Brosch und Metzler die letzten Vorbereitungen im Regen und bei Temperaturen um die 16 Grad absolvieren.
Pünktlich zum Schwimmstart erwarteten die Athleten jedoch trockene Bedingungen und auch der Wetterbericht meldete eine Regenwahrscheinlichkeit von lediglich 20% und angenehme Höchsttemperaturen von 20 Grad. Brosch stieg dabei sehr weit vorne in seiner Altersklasse mit guten 27min aus dem 17 Grad kaltenWasser, Ertmer und Metzler folgten in knapp über 30min. Die ersten Kilometer mit teilweise anspruchsvollen Abfahrten auf Wirtschaftswegen konnten noch im trockenen bewältigt werden, doch pünktlich zur schwierigsten Abfahrt der Radstrecke setzte Platzregen ein, der später zu Dauerregen wurde und das Thermometer den ganzen Tag über nicht über 15 Grad steigen lassen sollte. Doch davon ließen sich die drei nicht beirren und zeigten einmal mehr, dass die Bad Orber Starter auf dem Rad immer sehr weit nach vorne fahren können. So stiegen Brosch nach 2.20 Std. , Metzler mit 2.38 Std. und Ertmer mit 2.43 Std. vom Rad. Ertmer und Brosch waren jetzt schon unter den Top3 ihrer Altersklasse und auch im Gesamtklassement unter den Top 20. Auch Metzler befand sich derweil unter den Top 15 seiner Altersklasse. Angekommen bei der stärksten Disziplin aller drei Athleten, dem Laufen, starteten die drei Athleten auf die anspruchsvolle und wellige Laufstrecke um den Walchsee, der viermal umlaufen werden musste. Brosch konnte sein konstant hohes Tempo aus den ersten beiden Runden nicht ganz halten, was nicht zuletzt den kühlen Temperaturen und dem vorangegangen vierwöchigen Hauptbelastungsblock für sein Saisonhighlight beim Ironman Mallorca Ende September zu schulden war, weshalb der Körper noch nicht komplett erholt war.


Auch Metzler konnte durch die mitgereisten Fans angefeuert werden und wurde durch die angesagten Zeitabstände zu Ertmer weiter motiviert, was ihn zu einem konstanten Halbmarathon in 1.33 Std. verhalf. Dadurch konnte er mit einer Zeit von 4.47 Std. einen hervorragenden 72. Gesamtrang und 7. Platz in der Altersklasse erreichen. Diese Zeit stimmt ihn zuversichtlich, dass er sein alljährlich und schon längst überfälliges Ziel, den Marathon unter 3 Std. zu laufen, diesen Herbst endlich erreicht. Ertmer konnte durch ihre Laufzeit von 1.32 Std. und einer hervorragenden Gesamtzeit von 4.49 Std. ihre Altersklasse gewinnen und unter allen Frauen den 12. Gesamtplatz erreichen.
Auch für Brosch war der Altersklassensieg nur 25 Sekunden entfernt und so erreichte er mit einer Halbmarathonzeit von 1.24 Std. und hervorragenden Gesamtzeit von 4.17 Std. den 2. Platz in seiner Altersklasse und den 15. Platz unter allen Startern im stark besetzten Profi- und Amateurfeld.



Zufrieden wurde abends noch mit den angereisten Fans gefeiert, bis es dann am kommenden Samstag zum Ligafinale nach Nordhessen geht, wo das Männerteam den mittleren Tabellenplatz in der Regionalliga sichern möchte und es für das Damenteam um „Leaderin“ Julia Ertmer sogar um den Aufstieg in die 1. Triathlon Bundesliga geht.

Dienstag, 2. September 2014

Team Spessartchallenge feiert Erfolge beim Königreich-Triathlon - 25. Austragung





Warum heißt der im osthessisschen Flieden ausgetragene Triathlon eigentlich Königreich-Triathlon? Weil er dieses Jahr zum 25. Mal ausgetragen wurde? Weil jeder, der 'finished' ein Ausdauerkönig ist? Keiner der 155 Einzelstarter machte sich an diesem schönen Morgen im Freibad der Gemeinde Gedanken darüber. Denn jeder hatte seinen Wettkampf im Kopf: die 500 m Schwimmstrecke, die 24 Kilometer hügelige Radstrecke und den abschließenden 5-Km-Crosslauf über Wiesen und Hügel. Mancher hatte sicherlich nur Kuchen und die Wurst im Kopf, die es dann nach dem Zieldurchlauf im Leichtathletikstadion gab.

Das Schwimmen
Mit der Startnummer 1 ging Adi Kohr ins Rennen und stieg nach 7:23 Min mit einem Bündel von Athleten aus dem warmen Wasser des Freibades. Anschließend ging es gleich mit dickem Kettenplatt dem Geheimfavoriten und Lokalmatadoren Fabian Jung hinterher, der bekanntlich die Radbestzeiten auf dieser Strecke hält. Als Bernd  Paczarkowski nach 8:09 Min aus dem Wasser stieg und ein paar Sekunden später auf dem Rad saß, war die Verfolgungsfahrt von Kohr schon fast vorbei, da Jung an diesem Tag wieder unaufhörlich auf die Pedale eintrat und Kohr mit dem Gelnhäuser Benjamin Hartmann einen netten Weg- und Tempogefährten fand. Peter Amend stieg nach Paczarkowsk mit 9:32 Min aus dem Wasser, Katharina Kreit mit 9:45 Min und Joana Tywzcynski folgte mit 11:33 Min.

Auf dem Rad
In Aeroposition mit teilweise 60 Km/h wurden die schmalen und verkehrsfreien Feldwege des abwechslungsreichen Radkurses durch ständige Penetration und kreisendem Druck in Angriff genommen. Der mittlerweile gänzlich im Triathlonlager angekommene ehemalige Fußballer Paczarkowski zeigte auf diesem Kurs, dass man durch kluges Intervalltraining und gutes Material auch im Alter hervorragende Wattwerte hervorbringen kann. Mit 44:44 Min zeigte der zweifache Familienvater den teilweise 30 Jahre jüngeren Sportkameraden, dass Leistung keine Frage des Alters ist. Kohr fuhr trotz besserem Material nur zwei Minuten schneller. Peter Amend war auf seinem schnellen Carbonflitzer auch sehr schnell unterwegs, aber drei Minuten langsamer als Paczarkowski. In der Damenwertung machte Tywzcynski weiter Jagd auf die führende Jutta Weigel von Tri-Force-Fulda. Die schönste Athletin* des Feldes Kreit lies sich unterdessen etwas mehr Zeit und  bezwang den Radkurs nach 58:35 Min noch unter einer Stunde.

Der Lauf
Kohr konnte sich auf dem Rad kurz vor der Wechselzone von Hartmann absetzen und lief als dritter ein. Doch Hartmann setzte sich gleich nach dem Schuhwechsel vor Kohr. Der Sprecher Rainer Elms erkannte aber zuerst Kohr und bemerkte, dass dieser Athlet:" vor genau zwanzig Jahren den Königreich-Triathlon drei mal in Folge gewinnen konnte." Was Hartmann in diesem Moment keinen Respekt einflößte und sich sofort von Kohr löste und an diesem Tag für Kohr nicht mehr sichtbar war. Paczwarkowski rief sich derweil im Geiste seine Laufstärke zu als er die Stadionrunde laufend zum ersten Mal in Angriff nahm, denn beim Laufen war sein Altersklassenkonkurrent Peter Rothmeyer von Tria-Equipe Elz direkt hinter ihm. Mit konstant hohem Tempo von knapp 4:10 Min/Kilometer lief Paczarkowski Rothmeyer weg, aber nicht davon. Mit 20:51 Min über 5 Kilometer reichte es am Ende mit 20 Sekunden Vorsprung zum Sieg in der Altersklasse 50. Mit der Zeit von 1:13,44  und Gesamtplatz 8 war Paczwarkoswki um 30 Sekunden schneller als der zehnmalige Hawaiiteilnehmer Oli Hodatasch im Jahr 2011. Auch Tywzcynski lies nicht locker und machte Zeit auf die Führende Weigel gut. Mit angestrengter Miene, aber lockerem Schritt, lief sie in 21:33 noch zwei Minuten zu Weigel auf, schaffte mit 1:23,24  Std. den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Amend, der vor einigen Jahren wegen Knieproblemen keinen Ausdauersport betreiben konnte, erreichte mit freudiger Miene und neuer Bestzeit nach 1:22,09 Std. das Ziel. Damit belegte Amend Platz 4 in der Altersklasse 45. Auch Kreit, die erst seit kurzer Zeit den Triathlonsport betreitbt, erreichte mit tollen Laufstil das Ziel im Stadion nach 1:38,03 Std und belegte Rang 7 in ihrer Altersklasse. Sie bleib dabei mit 29:40 Min auf der Laufstrecke unter der 30-Minuten-Marke. Auch Kohr, der mittlerweile die Würstchen- und Kuchentheke ausfindig gemacht hatte, zeigte sich mit seinem 5. Gesamtrang und Sieg in der Altersklasse M 40 sehr zufrieden.

*Zitat eines Zeitungsreporters einer osthessischen Zeitung

Ergebnisse:
http://www.koenigreichtriathlon.skiclub-flieden.de/resources/Ergebnisliste_2014_final.pdf

Dienstag, 26. August 2014

"Alle Mann (und Frau) ran!"


Der FC Kunterbunt auf Exkursion in Südhessen
Das war die Devise für die Triathleten des TV Bad Orb am vergangenen Wochenende: Zum ersten Mal stellen die Kurstädter in diesem Jahr vier Mannschaften im Ligabetrieb der Deutschen Triathlon Union und am vergangenen Sonntag dann mussten alle vier Mannschaften an einem Tag dreisporteln. Zuerst ging um neun Uhr früh das zweite Herrenteam im Rodgau an den Start. Am Mittag sollte dann der Startschuss für die beiden Regionalligateams sowie die Damen in der 2. Hessenliga mussten bei Deutschlands schwerstem Rennen über die olympische Distanz in Viernheim fallen.

Aufstieg fürs zweite Herrenteam
Und die 2. Herrenmannschaft legte gleich ordentlich vor: Sie machte beim ihrem letzten Saisonrennen den Aufstieg perfekt. Dafür genügte den Orbern der 4.Platz in der Tageswertung, der in der Abschlusstabelle den 2. Rang hinter dem ASC Darmstadt und vor dem ADAC Sportclub aus Gelnhausen bedeutete. Für die Orber waren Adi Kohr, Peter AmendAlexander MackBernd Paczarkowski und  Marco Weisbecker am Start. Beim auftakt über 1,5km schwimmen konnte Adi seine Stärke ausspielen und als erster der Fünf aus dem Rodgauer Badesee steigen. Mit einigem Abstand aber fast zeitgleich folgten dann Paczarkowski, Mack und Weisbecker. Beim Radfahren und Laufen musste Kohr dann einige Athleten passieren lassen, da er sich wohl noch  nicht wieder komplett von seinem Hauptwettkampf, dem Ironman Zürich vor vier Wochen erholt war. Weisbecker dagegen verbesserte seine Position durch die drittschnellste Zwischenzeit auf dem fast komplett flachen Radkurs und konnte beim Wechsel zum Laufen zu Kohr aufschließen und sich auch danach etwas absetzen. Auch die restlichen drei Starter konnten nach dem Schwimmen einige Plätze gutmachen. So kamen die Orber in der Reihenfolge Marco Weisbecker, Adi Kohr, Bernd PaczarkowskiAlex Mack und Peter Amend ins Ziel.

Die Aufsteiger: Bernd Paczarkowski, Adi Kohr, Marco Weisbecker & Peter Amend (es fehlt: Alex Mack)

Kampf um die Tabellenspitze in Viernheim
Direkt nach der verdienten Dusche dann machten sich die Fünf auf Richtung Süden, wo gut dreieinhalb Stünden nach dem Rodgau-Triathlon das Rennen der anderen drei Mannschaften aus der Kurstadt gestartet wurde. Und auch dort ging es für zumindest eines der Teams noch um Einiges: Die Regionalligamannschaft der Damen lag vor dem Rennen in der Tabelle auf dem 1. Platz und den wollte man verteidigen. Leider aber musste am Rennmorgen mit Nina Vabic eine der Leistungsträgerinnen krankheitsbedingt ihren Start absagen, womit die Chancen, die Tabellenspitze zu behalten nicht wirklich stiegen. Trotz dieser Schwächung in letzter Minute aber mit lautstarker Unterstützung der aus dem Rodgau angereisten männlichen Unterstützung schafften es die Kurstädterinnen mit starken Leistungen der drei Julias - Ertmer, Nikolopoulos und Karrasch mit Nachnamen - bis fast ganz oben aufs Treppchen. Nur die Damen vom Stimmel Sports e.V. aus Worms waren über die vielen Hügel im vorderen Odenwald schneller und übernahmen damit die Tabellenspitze. Das Podest, das die Damen aus der Kurstadt bisher stets nach dem Rennen besuchen durften war unerwartet auch für die Männer aus der Kurstadt in Reichweite. In der Tageswertung taten sie es der zweiten Mannschaft nach und erreichten in der Besetzung Florisch Brosch, Alexander Nikolopoulos, Tim StutzerSebastian Heinl und Jürgem Metzler  mit dem 4. Platz ihr bisher bestes Saisonergebnis. Die zweite Damenmannschaft, durch das erforderliche Aufrücken von Elisabeth Hilfenhaus in die erste Mannschaft etwas geschwächt, kam mit Joanna Tywczynski,Julia Hündersen und Katharina Kreit nichtsdestotrotz auf einen guten 6. Tagesplatz. Als dann alle 18 Starter im Ziel und vom in diesem Sommer obligatorischen nachmittäglichen Platzregen getrocknet waren, schmeckte das gemeinsame (alkoholfreie) Bier um so besser! Zum Ende des tages kommen die Kurstädter dann noch durch Julia Ertmer und Alexander Nikolopoulos zwei Siege in den Altersklassen feiern.

Als Weltmeister kann man sich viel erlauben. Hut bloß, wenn Frau standhaft bleibt! ;)
Spannung in Borken
Nach dem Führungswechsel in der Tabelle der Regionalliga Damen - Worms jetzt vor Bad Orb - wird es beim Saisonfinale am 09. September am Stockelachesee in Borken richtig spannend: Die beiden Mannschaften belegen derzeit punktgleich die Plätze ein und zwei. Wer also im letzten Rennen vorn liegt, wird sich die Saisonwertung sichern.  

Montag, 18. August 2014

Vizeweltmeister Florian Brosch – Orber belegt 2. Platz bei der Crosstriathlon-WM

Orber Dreckspatzen im Osten! 

Am Samstag fanden die ITU Weltmeisterschaften der Altersklassen im Crosstriathlon in Zittau statt, in deren Rahmen Marco Weisbecker und Florian Brosch (TV Bad Orb) für das Nationalteam der DTU (Deutschen Triathlon Union) nominiert waren. Brosch hatte sich den Startplatz unter anderem durch seinen Gesamtsieg bei den Deutschen Meisterschaften im Crossduathlon in 2012 gesichert, Weisbecker über eine vordere Altersklassenplatzierung bei der DM im Crosstriathlon. Für Weisbecker, der sich 2012 für den XTERRA Crosstriathlon auf Maui qualifiziert hatte, stellte dieser Wettkampf einen seiner Saisonhighlights dar. Für Brosch war es im Hinblick auf seine Teilnahme beim Ironman Mallorca Ende September eine Standortbestimmung und aufgrund der erstmaligen Austragung der WM in Deutschland, wollte er sich die Teilnahme ebenfalls nicht entgehen lassen.

Insgesamt kämpften bei der O-See Challenge 550 Athleten aus 31 Nationen um die Medaillen in ihren jeweiligen Altersklassen.
Die Distanzen der Crosstriathlon WM äneln denen der Olympischen Distanz des Straßentriathlons, wobei das Zeitfahrrad gegen das Mountainbike und die Straßenlaufschuhe gegen Crossschuhe getauscht werden. Konkret bedeutet das, 1,5km schwimmen im Olbersdorfer See, 36km über Stock und Stein radeln und abschließend 9km querfeldein laufen.  
Donnerstags angereist, um nochmal die Strecken des Wettkampfs zu besichtigen, konnte sich Brosch und Weisbecker schon ein Bild des internationalen Starterfelds machen, das zahlreich auf dem anliegenden Campingplatz vertreten war. Auch die Bad Orber konnten sich einen Stellplatz auf dem Campingplatz sichern, womit sie direkt an der Wettkampfstrecke waren. Beim Abfahren der Mountainbikestrecke wurde schnell klar, dass neben Kraft und Ausdauer eine große Portion Fahrtechnik gefragt waren. Neben einigen Wurzelpassagen, musste am Ende eine steile Geröll- und Steinpassage bergab bewältigt werden, die sogar am Wettkampftag einige Profis herunterschieben sollten. Auch die Crosslaufstrecke war mit einer Bachdurchquerung und vielen kurzen und steilen Hangpassagen bergauf, wie bergab gespickt. Zu hoffen blieb also, dass das Wetter hält und nicht noch zusätzlich Regen die Wurzeln, Steine und Wiesen zur Rutschpartie werden liessen.
Der Himmel öffnete jedoch noch vor der Nationenparade am Freitagnachmittag seine Schleusen und Dauerregen über die Nacht ließ erahnen, dass der schon hohe Schwierigkeitsgrad der Rad- und Laufstrecke nochmals zunehmen sollte.
Beim Schwimmstart noch trocken, startete es wenige Minuten wieder mit Regen, der fast die gesamte Radstrecke anhalten sollte. Brosch konnte nach dem schwimmen auf dem 17. Gesamtplatz und 5. Platz seiner Altersklasse auf das Mountainbike wechseln, Weisbecker folgte etwas dahinter auf dem 17. Platz seiner Altersklasse. Auf dem Rad konnten beide Athleten weiterhin Boden gut machen und jede Bergabpassage dank langjähriger Mountainbikeerfahrung sturzfrei bewältigen, was an diesem Tag leider auch oft nicht der Fall war. Dabei wollte Brosch im Hinblick auf sein eigentliches Saisonhighlight, den Ironman Mallorca Ende September auf keinen Fall zu viel riskieren und fuhr bergab nicht komplett auf Risiko. Nach den kräftezehrenden 36km mit 1000 Höhenmetern und einer Trage- und Schiebepassage bergauf, fand sich Brosch schon auf dem 12. Gesamtplatz und kurz hinter den Medaillenrängen in seiner Altersklasse wieder. Dabei sollte seine stärkste Disziplin erst noch kommen. Auch ein Plattfuß 1km vor der Wechselzone konnte Brosch nicht stoppen, der die letzten Meter auf dem komplett platten Hinterrad fahrend bewältigte. Auch Weisbecker konnte seine Stärke auf dem Rad ausnutzen und sich weiter nach vorne arbeiteten und lag somit in der vorderen Hälfte seiner Altersklasse. Auch er hatte am Ende der Radstrecke einen schleichenden Plattfuß, der jedoch ebenfalls gut fahrend die Wechselzone erreichen konnte. Insgesamt gab es aufgrund der Wetterbedingungen gehäufte Materialdefekte bei anderen Athleten zu beobachten.


Beim abschließenden Lauf über 9km konnte Weisbecker mit einem guten Lauf seine Position verteidigen und sicherte sich somit einen 14. Platz in seiner Altersklasse 30-34 und einen 70. Gesamtrang. Brosch spielte per pedes seine gesamte Laufstärke aus und konnte mit einer der besten Laufzeiten der Altersklassenathleten seine Aufholjagd in Richtung der Medaillen eröffnen und auf einen hervorragenden 6. Gesamtrang und 2. Platz seiner Altersklasse 25-29 vorlaufen. Brosch ist somit Vizeweltmeister im Crosstriathlon. Neben dem Gesamtsieg bei den Deutschen Meisterschaften im Crossduathlon in 2012 bedeutet der Vizeweltmeistertitel der größte Erfolg seiner sportlichen Karriere, wobei „mein persönlich wichtigster und emotionalster Erfolg mein letztjähriger Gesamtsieg bei der heimischen Spessartchallenge bleiben wird“, wie Brosch gleich im nächsten Satz betont.



Erschöpft, völlig schlammig, aber sehr zufrieden waren sich der frisch gebackene Vizeweltmeister Brosch und der 15. Platzierte Weisbecker sicher, dass sie nochmals hier am O See bei dem jährlich stattfindenden O-See Challenge Crosstriathlon starten werden. Am nächsten Wochenende stehen bereits weitere Wettkämpfe für die beiden Athleten an. Weisbecker wird dabei in der 4. Hessenliga für den TV Bad Orb mit der Ligamannschaft im Rodgau starten und dort hoffentlich den Aufstieg sichern. Brosch startet mit dem Regionalligateam des TV Bad Orb beim Viernheim Triathlon, bei dem die Kurstädter mit einem guten Resultat in Richtung einstelligem Tabellenplatz vorstoßen möchten.

Freitag, 15. August 2014

Drei dritte Plätze in die Kurstadt


Nina Vabic Dritte bei der Ironman 70.3 EM in Wiesbaden, ebenso die 2. Männermannschaft und Julia Karrasch in Fuldatal


Große Erfolge für die Damen des TV Bad Orb sind 2014 an der Tagesordnung. Auch das vergangene Wochenende bildete da keine Ausnahme, denn mit Nina Vabic kam bei der Europameisterschaft über die halbe Ironman-Distanz wieder einmal eine Starterin das Podest bei einem der großen Triathlonrennen der Saison. Mit einem überragenden Halbmarathon spurtete Vabic nach 1,9km schwimmen im Raunheimer Waldsee und 90 mit fast unzähligen Höhenmetern gespickten Radkilometern auf den 3. Platz der Altersklasse 30-34.


Parallel zu Vabic war die zweite "Männer"mannschaft des TV Bad Orb auch "on the road" und zwar beim dritten Rennen der 4. Hessenliga in Fuldatal. Die Teamaufstellung war diesmal Jörn Gabler, Peter Amend, Marco Weisbecker, Alexander und Julia Nikolopoulos. Der Wettkampf bestand aus einem Swim & Run (300m/3km), der im Team absolviert werden musste und nachmittags musste dann jeder noch einen Sprinttriathlon (750m schwimmen, 25km Rad fahren, 5km laufen) absolvieren. Beim Swim & Run konnte sich die Mannschaft schon auf einem guten fünften Platz behaupten, nur wenige Sekunden hinter dem ADAC Triathlonclub Gelnhausen. Den Rückstand machten die Kurstädter aber beim Hauptwettkampf mehr als gut, den hier konnten sich gleich drei Athleten unter den ersten 10 in der Gesamtwertung platzieren (2. Alexander N, 4. Jörn Gabler und 7. Marco Weisbecker). Damit belegte das Team am Ende, hinter dem ASC Darmstadt und dem VFC Kassel, den dritten Rang in der Mannschaftswertung gefolgt vom Wallernhausen und dem ADAC Triathlonclub Gelnhausen. Beim letzten Ligawettkampf in zwei Wochen in Rodgau hat das Team somit die Chance in die 3te Hessische Triathlonliga aufzusteigen. Julia Karrasch startete in Fuldatal in der offenen Wertung über die Sprintdistanz und belegte nach einem starken Rennen den 3ten Gesamtrang bei den Damen.